Warum ist Mittelfrequenz Training das bessere EMS Training?

EMS Training wird standardmäßig mit niederfrequentem Reizstrom ausgeführt. Diese Stromform wird schon sehr lange benutzt und ist im Grunde genommen relativ einfach aufgebaut. Es ist die Lehre zur Elektrotherapie die uns hier als Grundlage dient um zu erfahren wie diese Stromform wirkt und dort heisst es ganz klar, dass niederfrequenter Reizstrom zur Nervenreizung dient. Daher ja auch der Name.

Hier sei aus dem Buch „Elektrotherapie“ von Prof. Senn zitiert, das 1990 im Thieme Verlag erschienen ist:
Obwohl in einem Skelettmuskel nebeneinander sowohl Nerven- als auch Muskelfasern liegen und von den Reizströmen erreicht werden, können mit den zur Verfügung stehenden Reizmethoden nur die Nervenfasern bzw. deren Kollateralen (wegen ihrer niedrigeren Reizschwelle) gereizt werden; erst nach abgeschlossenem Denervierungsvorgang wird eine direkte Muskelreizung möglich. Hierfür gilt die Regel: Die nf (niederfreqeunte) Reizung betrifft NF (Nervenfasern).
Da wir es im Training in der Regel mit gesunden, also nicht denervierten Muskelfasern zu tun haben (hoffentlich), dürfen wir also aus den Ausführungen von Prof. Senn schließen, dass niederfrequenter Reizstrom ausschließlich über die motorischen Nerven reizt.

Nun ein zweiter Punkt der hier mit hinein spielt:
Hätte niederfrequenter Reizstrom Tiefenwirkung, dann hätte der österreichische Physiker Dr. Nemec keinen Grund gehabt die sog. Intererferenz – die seit Mitte des letzten Jahrhunderts weit verbreitet und bis heute in Deutschland eingesetzt ist – zu entwickeln. Die Interferenz ist kurz gesagt ein Stromverfahren bei dem zwei mittelfrequente Wellen benutzt werden um ein Niederfrequenz-Signal in die Tiefe des Körpers zu bringen. Wieso sollte in der Elektrotherapie der letzten Jahrzehnte ein solches Verfahren genutzt worden sein, wenn die Niederfrequenz selbst tiefenwirksam wäre. Das wäre doch völlig absurd. Daher ist es doch schlichtweg so, dass die Interferenz der Beleg dafür ist, dass sich die Niederfrequenz als nicht tiefenwirksam erwiesen hat.

Diese beiden Ausführungen machen deutlich, dass wir es als wissenschaftlich belegt ansehen können, dass niederfrequenter Reizstrom (NF) nicht tiefenwirksam ist und ausschließlich auf oberflächlich liegende motorische Nerven wirkt.

Wohingegen die Tiefenwirksamkeit durch die reine Existenz der Interferenz belegt ist. Somit können wir festhalten:
Niederfrequenz ist nicht tiefenwirksam, Mittelfrequenz ist tiefenwirksam. Somit hätten wir als erstes schon mal einen wesentlichen Vorteil belegt.

Darüber hinaus ist EMS Training 3.0, also EMS Training mit modulierter Mittelfrequenz, dem Training mit Niederfrequenz in seiner Trainingswirkung deutlich überlegen. Anders ausgedrückt: Mittelfrequenz Training  ist besser als das EMS Training mit Niederfrequenz.

Was liegt dieser Aussage zu Grunde?
Erst einmal erscheint es doch selbstredend, dass ein Storm, der im Vergleich zu einem anderen Strom Tiefenwirkung hat, auch automatisch die bessere Trainingswirkung erzielt. Durch die Tiefenwirkung werden ja deutlich mehr Körpergewebe erfasst und somit erreicht das Training auch deutlich mehr Muskulatur.
Jeder Trainingswissenschaftler wird bestätigen können, dass man ein Training als besser in seiner Wirkung bezeichnen darf, wenn es deutlich mehr Muskelmasse erfasst. Dies gilt insbesondere für eine Trainingsform die sich selbst als Ganzkörpertraining bezeichnet. Und wir reden hier ausschließlich über sog. EMS Ganzkörpertraining.

Aber die bessere Trainingswirkung leitet sich auch daraus ab, dass die modulierte Mittelfrequenz durch die beiden Modulationsformen und deren Variabilität auch noch eine deutlich breitere Stromanpassung an das jeweilige Trainingsziel erlaubt. Vor allem die sog. Myomodulation der modulierten Mittelfrequenz sei hier hervor gehoben als jener Faktor, der diesen Strom der Niederfrequenz (für Training) so überlegen macht. Hierzu sei nochmals oben genanntes Buch bemüht. Auf Seite 89 heißt es hier:

“Die Mittelfrequenzbehandlung ist in erster Linie eine Muskel- bzw. eine Muskelfaserbehandlung.“

Wenn wir nun vergleichen, dass die Niederfrequenz ausschließlich ein Reizen oberflächlich liegender motorischer Nerven erlaubt, dann stellt doch eine modulierte Mittelfrequenz die eine Muskelfaserbehandlung ist, einen enormen Vorteil dar – zumindest wenn wir über Training reden. Denn Training ist nichts anderes als Muskelfaserbehandlung. Jedes Training, egal welches Trainingsziel verfolgt wird, ist immer auf das Zielorgan Muskel ausgerichtet. Egal ob ich durch den Wald laufen will um mein Herz-Kreislauf System zu stärken oder ob ich Hanteln bewege um meine Muskeln auf zu bauen oder ob ich Sprungübungen mache um meine Schnellkraft zu verbessern – das Zielorgan von Training sind immer Muskeln. Daher erscheint es doch als fachlich schlüssig, dass ein Strom der direkt auf Muskelfasern wirkt, für Training effektiver und sinnvoller ist als ein Storm, der seine Wirkung auf oberflächlich liegende motorische Nerven begrenzen muss.

Aus all diesen Dingen lässt sich sehr einfach und klar erkennen, dass die modulierte Mittelfrequenz eine bessere Trainingswirkung hat, als jedes Training mit einem niederfrequenten Reizstrom.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
renehilgers©

Diese Homepage wurde mit 1&1 IONOS MyWebsite erstellt.